
Für den kommenden Dienstag, den 31. Januar, ist ein neuer Streik gegen die Reform zur Heraufsetzung des Renteneintrittsalters anberaumt worden, die nach Angaben der staatlichen Eisenbahngesellschaft SNCF dazu führen wird, dass nur noch einer von drei Hochgeschwindigkeitszügen verkehrt und andere Strecken stark beeinträchtigt werden.
Die SNFC-Prognose geht davon aus, dass zwei von fünf Hochgeschwindigkeitszügen auf der Nordachse, einer von zwei auf der Ostachse, einer von vier auf der Atlantikachse und einer von zwei auf den Strecken von und nach Südosten verkehren werden. Darüber hinaus werden nur zwei von fünf Ouigo laufen. Bei den interregionalen Zügen wird voraussichtlich jeder dritte Hochgeschwindigkeitszug verkehren.
Es ist kein Intercity-Verkehr vorgesehen, mit Ausnahme einer Hin- und Rückfahrt auf den Strecken Paris-Clermont, Paris-Limoges-Toulouse und Bordeaux-Marseille. Von Montag auf Dienstag und von Dienstag auf Mittwoch wird kein Intercity-Nachtverkehr angeboten. Nur zwei von zehn Zügen des Interregionalen Expressverkehrs (TER) werden fahren.
Bei den internationalen Zügen werden Eurostar und Thalys fast normal verkehren, während es bei den Lyria-Zügen zu erheblichen Störungen kommen wird und auf den anderen Verbindungen mit der Außenwelt nur einer von vier Zügen verkehren wird.
Auch die Region Ile-de-France ist betroffen, und zwar jeder dritte Zug der RER-Linien A und B sowie der Transilien-Linien H und U. Auf der Linie K wird nur ein Zug von vier verkehren. Auf dem übrigen Netz (RER C, D und E sowie die Linien J, L, N, P und R) wird nur jeder zehnte Zug verkehren.
Verkehrsminister Clément Beaune hatte bereits am Sonntag gewarnt, dass der Dienstag ein «schwieriger oder sogar sehr schwieriger Tag» werden würde. «Alle, die es schaffen, Telearbeit zu organisieren oder eine Reise zu verschieben, sollten das tun», denn «es wird zu starken Beeinträchtigungen kommen», so Beaune.
Der Gesetzesentwurf zur Rentenreform wird ab Montag bis zum 17. Februar im Ausschuss der Nationalversammlung debattiert. Bislang wurden mehr als 7.000 Änderungsanträge eingereicht, vor allem von der Linken.
Zuvor hatte Premierministerin Élisabeth Borne am Sonntag betont, dass die Anhebung des Rentenalters von 62 auf 64 Jahre «nicht mehr verhandelbar» sei.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






