
Der ehemalige tschechoslowakische Ministerpräsident Lubomir Strougal ist am Montag im Alter von 98 Jahren gestorben, meldete die Nachrichtenagentur CTK unter Berufung auf Informationen aus der Familie des ehemaligen Ministerpräsidenten.
Strougal war von 1970 bis 1988 Regierungschef der Tschechoslowakei, also in der Zeit nach dem Einmarsch der Truppen des Warschauer Pakts in die Tschechoslowakei im August 1968.
In den letzten Jahren war der ehemalige tschechoslowakische Staatschef im Zusammenhang mit der Tötung von Flüchtlingen durch Grenzsoldaten entlang des Eisernen Vorhangs angeklagt worden.
Gesundheitsexperten waren damals der Ansicht, dass der ehemalige Premierminister aufgrund seines fortgeschrittenen Alters und seiner zunehmenden Demenz nicht mehr verhandlungsfähig sei.
Vor seiner Amtszeit als Premierminister war Strougal in den 1960er Jahren auch für das Innenressort zuständig. In dieser Zeit war er in eine Kontroverse über den Einsatz von Elektrozäunen an der westdeutschen Grenze verwickelt.
Nach den friedlichen Protesten im Jahr 1989, die zum Machtverlust der Kommunistischen Partei führten, zog sich Strougal aus der Politik zurück und zog an den Rand des Landes in die Nähe der polnischen Grenze.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






