
Die chilenische Regierung hat angesichts der Brände, die den Süden des Landes verwüsten, die Notwendigkeit einer Reform der Vorschriften für die Forstwirtschaft betont, nachdem einige Stimmen die Verantwortung für die Monokulturen der Unternehmen auf diese zurückgeführt haben.
Der chilenische Präsident Gabriel Boric hat eine Diskussion angekündigt, um «langfristige» Lösungen für die Brände zu finden. Er sagte, dass der private und der öffentliche Sektor zusammenarbeiten müssen, da die Wetterbedingungen «zunehmend ungünstig» sein werden, berichtete «El Mercurio».
«Wir müssen alles in unserer Macht Stehende tun, um das Risiko zu verhindern und zu verringern, und dabei müssen der private und der öffentliche Sektor zusammenarbeiten», bekräftigte Boric aus Ñuble, einer der von den Bränden betroffenen Regionen.
In der chilenischen Regierung wurden bereits einige konkrete Maßnahmen auf den Tisch gelegt, wie z. B. die Einführung von Lizenzgebühren, damit Unternehmen, die natürliche Ressourcen ausbeuten oder fördern, eine Gebühr an den Staat zahlen müssen.
«Worauf warten wir noch? Wir wissen, was wir zu tun haben. Wir müssen eine Lizenzgebühr für Forstunternehmen fordern. Und diese «Lizenzgebühr» muss mit kurz-, mittel- und langfristigen Maßnahmen finanziert werden», so Landwirtschaftsminister Esteban Valenzuela in Erklärungen, über die die Zeitung berichtet.
Der Landwirtschaftsminister verteidigte die Idee, eine Abgabe an den Staat zu zahlen, und betonte gleichzeitig die Notwendigkeit, die Forstwirtschaft zu «modernisieren» und gleichzeitig ein Umweltbewertungssystem zu schaffen, um die Plantagen zu bewerten und das Risiko von Bränden zu verringern.
Darüber hinaus wies Valenzuela auf weitere Maßnahmen hin, die zur Verhütung von Bränden erforderlich sind, wie z. B. ein größerer Abstand zwischen Waldplantagen und Städten, der Bau von mehr Straßen und eine stärkere Kontrolle von irregulären Siedlungen und Baugenehmigungen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






