
Die Anwälte des ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump haben im Januar neue Verschlusssachen sowie einen Laptop eines seiner Mitarbeiter gefunden und dem Justizministerium übergeben, die sich noch in der Mar-a-Lago-Residenz des ehemaligen Präsidenten in Florida befanden.
Die Entdeckung des neuen Dokumentenpakets – das auch einen leeren Ordner mit der Aufschrift «Classified Evening Information» enthielt – erfolgte Mitte Januar, als Trumps Anwaltsteam das Haus nach weiteren vertraulichen Akten im Besitz des ehemaligen Präsidenten durchsuchte, wie ABC News berichtet.
Trumps Anwalt James Trusty übergab die Mappe mit den Geheimhaltungskennzeichnungen vor einigen Wochen an Bundesermittler und berichtete außerdem, dass die Informationen elektronisch auf einen Laptop kopiert worden waren, der einem Berater des Tycoons gehörte.
Diese neue Entdeckung kommt zu einer Zeit, in der das Justizministerium getrennt gegen Trump und den jetzigen US-Präsidenten Joe Biden ermittelt, weil beide geheime Dokumente in ihrem Besitz hatten, als sie kein öffentliches Amt mehr bekleideten.
FBI-Agenten durchsuchten im August Trumps Mar-a-Lago-Residenz nach diesen Dokumenten, nachdem sich der ehemalige Präsident geweigert hatte, sie den US-Behörden zu übergeben. Darunter befanden sich Informationen über die militärische Verteidigung mehrerer Staaten, darunter auch die einer Regierung mit nuklearen Fähigkeiten.
Inzwischen haben Bidens Anwälte in den Privaträumen des US-Präsidenten geheime Dokumente gefunden, die er nach dem Ende seiner Amtszeit als Vizepräsident von Barack Obama aufbewahrt hatte. Der Bewohner des Weißen Hauses hat jedoch von Anfang an seine Bereitschaft bekundet, bei den Ermittlungen mit den Justizbehörden zusammenzuarbeiten.
Nach US-amerikanischem Recht müssen die zuständigen Behörden am Ende ihrer Amtszeit die in ihrem Besitz befindlichen Verschlusssachen aushändigen, da die Offenlegung dieser Papiere der nationalen Sicherheit «Schaden» zufügen könnte.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






