Russland unterbricht den Gasfluss nach Deutschland für zehn Tage wegen Wartungsarbeiten an Nord Stream 1


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Archiv – 08. März 2022, Mecklenburg-Vorpommern, Lubmin: Ein Schild mit der Aufschrift «Nord Stream» vor der Gasempfangsstation der Ostseepipeline Nord Stream 1. – Stefan Sauer/dpa

Aufgrund von Wartungsarbeiten an der Ostseepipeline Nord Stream 1, der wichtigsten Verbindung für den Erdgasfluss nach Deutschland, werden die Gaslieferungen aus Russland nach Deutschland ab Montag für zehn Tage unterbrochen.

Der Gasfluss wird am Montag um 6 Uhr morgens Ortszeit eingestellt und soll am frühen Morgen des 21. Juli wieder aufgenommen werden.

Die Beamten sind jedoch sehr besorgt, dass die Lieferungen aufgrund des Krieges in der Ukraine nicht wiederhergestellt werden könnten.

Der russische Staatskonzern Gazprom hat die Liefermengen über die 1.200 Kilometer lange Pipeline zwischen Russland und Norddeutschland bereits erheblich reduziert und begründet dies mit Verzögerungen bei den Reparaturarbeiten. Moskau führte die Verzögerungen auf westliche Sanktionen zurück, ein Argument, das Bundeskanzler Olaf Scholz zurückwies.

Die Pipeline sei nur zu 40 Prozent ausgelastet, was zu weiteren Preissteigerungen auf dem Gasmarkt führe, so die Bundesnetzagentur.

Der Betreiber hat zehn Tage für die Abschaltung von Nord Stream 1 eingeplant, um die Stromversorgung, die Brandschutz- und Gasschutzsysteme sowie bestimmte Ventile zu überprüfen und gegebenenfalls zu reparieren oder neu zu kalibrieren.

Die Wartungsarbeiten fallen in eine Zeit, in der Deutschland dringend versucht, seine Abhängigkeit von russischem Gas zu verringern und gleichzeitig seine Speicher für den kommenden Winter zu füllen.


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