
Der Hohe Vertreter der Union für Außen- und Sicherheitspolitik, Josep Borrell, traf am Dienstag in Buenos Aires mit dem argentinischen Präsidenten Alberto Fernández zusammen, mit dem er das Interesse der Europäischen Union am Ausbau der bilateralen Beziehungen teilte.
Konkret hat Borrell Fernández die Absicht Brüssels übermittelt, ein «neues politisches und Kooperationsabkommen» zwischen der Union und Argentinien zu schließen, um das vor 32 Jahren zwischen den beiden Parteien unterzeichnete Memorandum zu erneuern, wie der Hohe Repräsentant selbst auf seinem Twitter-Account mitteilte.
«Wir haben ein gemeinsames Interesse an der Stärkung der bilateralen Beziehungen. Wir nehmen Verhandlungen über ein neues bilaterales politisches und Kooperations-Rahmenabkommen zwischen der EU und Argentinien auf. 32 Jahre nach dem ursprünglichen Abkommen ist es an der Zeit, unsere Beziehungen zu modernisieren», sagte Borrell.
Die Hohe Vertreterin der EU und der argentinische Präsident hoben auch die Rolle hervor, die Argentinien als stabiler Lieferant von sauberer Energie, Lebensmitteln und strategischen Mineralien sowie bei der Entwicklung der mit diesen Sektoren verbundenen Wertschöpfungsketten für die Union spielen kann.
Aus diesem Grund möchte Brüssel seine Beziehungen zu dem lateinamerikanischen Land im Energiebereich verstärken und eine Absichtserklärung zwischen Argentinien und der EU im Energiebereich unterzeichnen, um bei erneuerbaren Energien und grünem Wasserstoff zusammenzuarbeiten und die Entwicklung von Flüssigerdgas für den Export nach Europa zu fördern.
In einer Erklärung der argentinischen Ratspräsidentschaft wurde auch die «breite» Agenda der Zusammenarbeit in verschiedenen Arbeitsbereichen hervorgehoben, wie z.B. gemeinsame Aktionen gegen den Klimawandel, Genderfragen, Menschenrechte, Bildung, Kultur, Digitalisierung und Biotechnologie.
Die Europäische Union ist das zweitwichtigste Ziel für argentinische Exporte und die drittwichtigste Quelle für argentinische Importe. Sie ist auch der führende ausländische Direktinvestor in Argentinien.






