
Die libanesischen Gesundheitsbehörden haben einen weiteren Todesfall durch Cholera und drei weitere neue Krankheitsfälle bestätigt, nachdem Anfang des Monats der erste Choleraausbruch seit drei Jahrzehnten in dem Land aufgetreten war.
Laut der jüngsten Bilanz des Gesundheitsministeriums, über die «L’Orient le Jour» berichtet, beläuft sich die Gesamtzahl der Todesfälle seit dem Wiederauftreten der Cholera auf 16 und die Zahl der Infektionen auf 371.
Am vergangenen Donnerstag forderte der scheidende Innenminister Basam Maulaui die Leiter «aller Bezirke» im Libanon auf, die Wasserreinigungsarbeiten «vollständig zu kontrollieren» und «die Wachsamkeit» gegenüber allen Wasserquellen im Land zu verstärken.
Der Minister empfahl außerdem, dass die Direktion für Krisenrisikomanagement, die seinem Kabinett angegliedert ist, täglich einen Bericht über die von diesen Beamten gesammelten Daten vorlegt, um die Krise besser kontrollieren zu können.
Unterdessen erklärte Gesundheitsminister Firas al Abyad am Mittwoch, dass das Land in den nächsten zwei Wochen 600.000 Dosen Cholera-Impfstoff erhalten wird, nachdem die Weltgesundheitsorganisation (WHO) ihre Zustimmung erteilt hat.
Internationale Organisationen haben davor gewarnt, dass die Zahl der Cholerafälle im Libanon und im benachbarten Syrien – wo laut einer Mitte des Monats veröffentlichten Caritas-Bewertung mehr als 15.000 Fälle und 60 Todesfälle zu verzeichnen sind – weiterhin rasch ansteigen wird.
So meldete Save the Children am Donnerstag, dass sich die Zahl der Cholerafälle im Libanon innerhalb einer Woche fast verdoppelt habe.






