
Das Personenbeförderungsunternehmen Andbus hat das erste Projekt gefördert, das in den vor einem Jahr von Andorra geschaffenen nationalen Markt für Emissionsausgleiche integriert wurde.
Der Direktor des Amtes für Energie und Klimawandel, Carles Miquel, betonte auf der Pressekonferenz zur Vorstellung des Projekts, dass sich der Markt dank eines Anstiegs von Angebot und Nachfrage in einer «schönen» Phase befinde.
Der Markt für Emissionsgutschriften ermöglicht es einerseits Unternehmen wie Andbus, diese Gutschriften anzubieten, um Projekte zu finanzieren, die sich um Nachhaltigkeit bemühen, und andererseits anderen Unternehmen, Institutionen oder Einzelpersonen, sie zu kaufen, um ihre Emissionen auszugleichen.
Andbus hat es geschafft, seine CO2-Emissionen in zwei Jahren um 12 Prozent zu senken, und bietet nun 134 Emissionsgutschriften zu einem Preis von 40 Euro pro Gutschrift an, die den 134 Tonnen CO2 entsprechen, die das Unternehmen eingespart hat, so dass andere Unternehmen, Institutionen oder Privatpersonen sie erwerben können.
Darüber hinaus war es das erste klimaneutrale Personenbeförderungsunternehmen des Landes und hat deshalb einen Plan zur Erneuerung seiner Flotte und zur Neudefinition seiner Strecken entwickelt.
Sie zog 19 umweltschädliche Fahrzeuge aus dem Verkehr und ersetzte sie durch zehn weniger umweltschädliche, wobei die effizientesten Fahrzeuge für die längsten Strecken eingesetzt wurden.
Dank dieser Maßnahmen konnten die CO2-Emissionen um 12 Prozent gesenkt werden, von 483 Gramm pro Kilometer im Jahr 2019 auf 420 Gramm pro Kilometer im Jahr 2020.
Der Geschäftsführer von Andbus, Daniel Vinseiro, hat zugegeben, dass es sich vorerst um ein «relativ bescheidenes» und «testimoniales» Projekt handelt, da die 134 Gutschriften nur ein Einkommen von 5.300 Euro für das Unternehmen bedeuten, ein geringer Betrag, wenn man den Preis der Fahrzeuge berücksichtigt.
Das Wichtigste sei jedoch, dass dies ein Anfang sein könnte, um weitere Maßnahmen zur Erreichung der Kohlenstoffneutralität zu ergreifen.
Wie auf der Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, hat der erste Kauf von Emissionsgutschriften durch die Regierung bereits stattgefunden, um die Emissionen zu kompensieren, die durch die Reise des Vizepräsidenten der Europäischen Kommission, Maro Sefcovic, und seines gesamten Teams in das Fürstentum entstanden sind, und zwar durch den Kauf von sechs Gutschriften zu je 40 Euro.
Carles Miquel erinnerte daran, dass der Markt für Emissionsgutschriften über die von der Regierung geschaffene Plattform zugänglich ist, die die Unternehmen miteinander in Kontakt bringt, damit sie die Transaktion validieren können.
Nach Angaben des Direktors des Amtes für Energie und Klimawandel sind sowohl der öffentliche als auch der kommerzielle Sektor an der Vergabe von Gutschriften interessiert, und die Nachfrage kommt von Unternehmen aus verschiedenen Bereichen, wie etwa dem Tourismus.






