
Der ecuadorianische Präsident Guillermo Lasso hat den am vergangenen Dienstag in Guayas und Esmeraldas verhängten Ausnahmezustand auf die Provinz Santo Domingo de Tsáchilas ausgedehnt. Damit reagiert er auf die dortige Gewalt, bei der es im Zusammenhang mit Protesten gegen die Verlegung von Gefangenen zu Toten und Verletzten gekommen ist.
Santo Domingo de Tsáchilas hält sich daher an die von 21.00 Uhr bis 5.00 Uhr morgens (Ortszeit) verhängte Ausgangssperre sowie an weitere Sicherheits- und Kontrollmaßnahmen, die im Rahmen des Ausnahmezustands vorgesehen sind.
«Die nationale Regierung wird alle notwendigen Entscheidungen treffen, um den Frieden im Land zu sichern und den Terrorismus und das organisierte Verbrechen zu bekämpfen», erklärte das ecuadorianische Generalsekretariat für Kommunikation in den sozialen Netzwerken.
Lasso seinerseits versicherte am Donnerstag, dass er sein Wort gehalten habe, mit der Verlegung von Hunderten von Insassen streng gegen die jüngsten Gewaltausbrüche im größten Gefängnis des Landes vorzugehen.
Ecuador ist seit mehreren Tagen Schauplatz von Gewalttaten in den Provinzen Guayas und Esmeraldas, bei denen mindestens fünf Polizisten ums Leben kamen und für die bereits mehr als 50 Verdächtige festgenommen wurden, drei davon in Untersuchungshaft.






