
Das libanesische Gesundheitsministerium bestätigte am Freitag eine Gesamtzahl von 18 Todesfällen und 413 Personen, die von dem Choleraausbruch betroffen sind, der das Land überzieht. In einer neuen Bilanz wurden sieben neue Fälle und keine weiteren Todesfälle in den letzten 24 Stunden festgestellt.
Die Cholera ist im Libanon zum ersten Mal seit 1993 wieder ausgebrochen, nachdem im benachbarten Syrien bereits mehr als 20.000 Verdachtsfälle und 75 Todesfälle verzeichnet wurden, und das zu einer Zeit, in der das Land und sein Gesundheitssystem bereits unter schwerem wirtschaftlichen und finanziellen Druck stehen.
«Die Zahlen steigen», so das Ministerium in einer Erklärung, über die L’Orient le Jour berichtet, «aber wir glauben, dass wir noch eine große Chance haben, wenn wir schnell handeln, um die Epidemie zu minimieren und den Übergang zu einer Phase hoher Infektionsraten im ganzen Land zu vermeiden.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt unterdessen die Zahl der Verdachtsfälle auf über 1.400. Trotz der Bemühungen der Behörden breitet sich der Ausbruch in allen Regionen des Landes aus, so der regionale Notfalldirektor Rick Brennan.
Die Zahl der Choleraausbrüche ist in diesem Jahr weltweit stark angestiegen, was nach Angaben der WHO vor allem auf Überschwemmungen, Dürre, Konflikte, Migration und andere Faktoren zurückzuführen ist, die den Zugang zu sauberem Wasser beeinträchtigen.
Die WHO unterstützt den Libanon mit medizinischem Personal, Ausrüstung und Laborressourcen und leistet Hilfe in Kliniken und Krankenhäusern. Die Organisation arbeitet auch mit der libanesischen Regierung zusammen, um 600.000 Dosen eines Impfstoffs zu beschaffen, der immer knapper wird.






