
Mindestens sechs Aktivisten der Umweltorganisationen Greenpeace und Extinction Rebellion wurden während einer laufenden Aktion zur Besetzung einer von Privatflugzeugen genutzten Start- und Landebahn am internationalen Flughafen Amsterdam-Schiphol festgenommen.
«Die Königliche Militärpolizei hat soeben eine Reihe von Festnahmen in Schiphol-Ost im Zusammenhang mit unbefugten Personen auf dem Flughafengelände vorgenommen», teilte die Polizeibehörde in einer auf Twitter veröffentlichten Erklärung mit.
Später wurde berichtet, dass die Aktivisten, die sich noch auf dem Rollfeld befanden, unter Androhung der Verhaftung aufgefordert wurden, das Gelände zu verlassen. «Klimaaktivisten in Schiphol. Sie werden gebeten, die Luftseite zu verlassen. Wenn Sie sich nicht daran halten, riskieren Sie eine Verhaftung», sagte er.
Nach Angaben von Greenpeace kletterten etwa 500 Aktivisten über die Flughafenzäune und setzten sich unter mehrere Privatjets, um sie am Abheben zu hindern. Einige ketteten sich an die Jets, andere fuhren mit Fahrrädern die Startbahn entlang.
«Gemeinsam mit Extinction Rebellion Niederlande haben wir ein Flugverbot für die umweltschädlichen Privatjets am Flughafen Amsterdam-Schiphol verhängt. Privatjets sind die umweltschädlichste Form des Reisens! Schiphol muss die Umweltverschmutzung stoppen. Der Stopp unnötiger Privatflugzeuge ist der erste Schritt», schrieb Greenpeace Niederlande auf seinem Twitter-Account.
Ein Greenpeace-Sprecher, der vom niederländischen öffentlich-rechtlichen Rundfunk NOS zitiert wurde, sagte: «Das Ziel ist, dass heute kein einziges Privatflugzeug abhebt, und wir werden so lange wie möglich bleiben.
Extinction Rebellion sagte, es sei ihnen gelungen, «alle Privatflüge» vom «VIP-Terminal» in Schiphol zu stoppen. «Ein Privatjet ist die umweltschädlichste Form des Reisens. 5 bis 14 Mal mehr Schadstoffemissionen als ein «normales» Flugzeug. Heute blockieren wir gemeinsam mit Extinction Rebellion Netherlands diese beschissenen Flüge. Unsere Forderung? Keine Privatjets und ultrakurzen Flüge mehr», fügte Greenpeace hinzu.
Greenpeace hatte für Samstag eine «Aktion» angekündigt, zu der Schiphol-Direktor Ruud Sondag am Freitag die Umweltschützer aufrief, «sauber» zu sein.






