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Tausende protestieren in Mali gegen einen Mann, der den Koran zertritt und den Islam lästert

Ingrid Schulze

2022-11-05
Tausende
Tausende protestieren gegen Blasphemie gegen den Islam in Bamako, Mali – CONSEJO ISLÁMICO DE MALÍ

Tausende von Menschen demonstrierten am Freitag in der malischen Hauptstadt Bamako, um gegen die Blasphemie des Islam zu protestieren, nachdem ein Video veröffentlicht wurde, das einen Mann zeigt, der sich beleidigend über die Religion äußert und auf einen Koran tritt.

Auf der vom Hohen Islamischen Rat von Mali (HCIM) einberufenen Demonstration prangerten die Teilnehmer «Blasphemie in all ihren Formen» in Mali und auf der ganzen Welt an und verurteilten «die dreiste Tat» des in den sozialen Medien veröffentlichten Videos.

«Nein zur Blasphemie», «rührt meine Religion nicht an», «der Koran ist unantastbar» sind einige der Slogans, die von den Demonstranten gerufen wurden, wie die Tageszeitung Kati 24 berichtet.

Das Video, das in der muslimischen Gemeinschaft in Mali eine Kontroverse ausgelöst hat, beginnt mit «Hotep», einem Gruß an die Anhänger des Kemetismus, einer erst kürzlich entstandenen, vom alten Ägypten inspirierten Religion – die von einigen auch als Sekte betrachtet wird -, die die afrikanische Kultur gegen monotheistische Religionen wie den Islam oder das Christentum verteidigt.

Der Protagonist des Videos nimmt sich selbst in einem kleinen Zelt auf, als er beginnt, den Koran zu beleidigen und dann auf dem Buch herumzutrampeln, so der Radiosender RFI.

Nach der Ausstrahlung des Inhalts verurteilte das malische Ministerium für religiöse Angelegenheiten die Taten und versicherte, dass der Täter in Mali vor Gericht gestellt werden würde.

Der Chef der malischen Militärjunta, Assimi Goita, verurteilte «mit aller Schärfe die Blasphemie» des Mannes und bekundete seine Solidarität und die der Regierung mit der muslimischen Gemeinschaft.

Er wies den Minister für Justiz und Menschenrechte an, «alles zu tun», um «den Urheber dieser Blasphemie gegen den Islam sowie seine Komplizen zu fassen, damit sie sich für ihre Taten verantworten können», so «L’Indipendant».

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