
Die Europäische Kommission kündigte am Freitag zusätzliche 300 Millionen Euro an, um die Handelskorridor-Initiative für Agrar- und Ernährungsgüter aus der Ukraine im Zusammenhang mit dem Krieg zu unterstützen, als Teil der gesamten EU-Initiative, die hofft, 1 Milliarde Euro zu mobilisieren.
Brüssel hat insbesondere 300 Millionen an Zuschüssen angekündigt, um kurz- und mittelfristig die Wartezeiten zu verkürzen und den Verkehr an den Grenzübergängen und ihren Zufahrtswegen zu verbessern. Die Mittel werden auch für den Ausbau der Infrastruktur verwendet, um die Transportkapazitäten der so genannten «Solidaritätskorridore» zu verbessern. Dieses Projekt wurde von der EU entwickelt, um die Grenzübergänge für Waren aus der Ukraine flexibler zu gestalten.
Diese Mittel kommen zu anderen europäischen Initiativen hinzu, die die Gesamtinvestitionen auf 1 Milliarde Euro erhöhen. In diesem Sinne plant die Europäische Investitionsbank, bis Ende des Jahres bis zu 300 Millionen zu investieren, um die Ziele der «Solidaritätskorridore» zu erreichen.
Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung hat weitere 300 Mio. für Handelskorridore zugesagt, zusätzlich zu 100 Mio. von der Weltbank für den Wiederaufbau der kriegszerstörten Infrastruktur.
Nach Schätzungen der EU-Exekutive konnten dank der von Brüssel geförderten Handelskorridore bis August 61 Prozent der ukrainischen Getreideexporte abgewickelt werden. Insgesamt wurden 14 Millionen Tonnen Getreide exportiert, mehr als die Hälfte davon über die europäische Initiative «Solidaritätskorridore», während die restlichen 39 % dank der auf UN-Ebene getroffenen Vereinbarungen zur Freigabe ukrainischer Häfen über das Schwarze Meer geleitet wurden.






