
Ein Beamter der Polizeistation des Bezirks Yongsan in Seoul wurde am Freitag tot aufgefunden, während gegen ihn im Zusammenhang mit der tödlichen Massenpanik ermittelt wurde, die 156 Menschen auf einer Halloween-Party in der südkoreanischen Hauptstadt das Leben kostete.
Der 55-jährige Offizier mit dem Nachnamen Jeong wurde um 12.45 Uhr Ortszeit in seinem Haus im Norden Seouls tot aufgefunden, berichtete die Nachrichtenagentur Yonhap.
Gegen das Polizeirevier, dem der Beamte angehörte, sowie gegen die Feuerwehr und das Bezirksamt Itaewon, wo die tödliche Massenpanik stattfand, wird wegen des Verdachts ermittelt, dass sie Stunden vor dem Tod von mehr als 150 Menschen am 29. Oktober nicht ordnungsgemäß auf Warnrufe reagiert haben.
Gegen Jeong wurden Ermittlungen eingeleitet, nachdem der Verdacht bestand, dass er die Löschung eines internen Geheimdienstberichts angeordnet hatte, in dem vor dem möglichen Sicherheitsunfall gewarnt worden war, um nach Angaben der Behörde Untätigkeit zu vertuschen.
Die Anklage gegen ihn lautete auf Amtsmissbrauch, Vernichtung von Beweismitteln und berufliche Fahrlässigkeit, die zum Tod von Dutzenden von Menschen führte.
Den örtlichen Behörden zufolge soll Jeong jedoch über sein Mobiltelefon Nachrichten an Arbeitskollegen geschickt haben, in denen er Selbstmord vorschlug. Die Polizei untersucht die Umstände seines Todes.






