
Die französische Regierung hat sich darauf geeinigt, dass die mehr als 200 Migranten und Flüchtlinge, die mit dem Schiff «Ocean Viking» in den Hafen von Toulon gebracht werden, auf mindestens zwölf Länder aufgeteilt werden, wobei Frankreich und Deutschland mit jeweils einem Drittel den Löwenanteil übernehmen werden.
«Zu dieser Stunde haben bereits elf europäische Länder zugesagt, sich um 175 der 234 Passagiere der ‘Ocean Viking’ zu kümmern», teilte der französische Innenminister Gérald Darmanin auf Twitter mit und dankte seinen «Partnern» für ihre «Unterstützung» für Frankreich. «Die europäische Solidarität ist ein Erfolg», sagte er.
Das französische Innenministerium hat klargestellt, dass neben Frankreich und Deutschland auch Malta, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Litauen, Portugal, Luxemburg, Irland, Norwegen und Finnland dem «Ocean Viking»-Abkommen beigetreten sind, wie Franceinfo berichtet.
Dieselbe Solidarität, die Darmanin feiert, hat der italienischen Regierung angeblich gefehlt, um weiterhin die Ausschiffung von Migranten in den eigenen Häfen zu genehmigen, und das in einem Jahr, in dem bereits rund 90.000 Ankünfte registriert wurden, wie die Ministerpräsidentin Giorgia Meloni am Freitag betonte.
Frankreich hat seine Botschaften gegenüber Italien verschärft und als erste praktische Maßnahme einen Pakt zur Aufnahme von etwa 3.500 Migranten ausgesetzt. Für Meloni ist dies eine «aggressive», «unverständliche» und «ungerechtfertigte» Reaktion, da «in keinem Abkommen steht», «dass Italien der einzige Ausschiffungshafen sein muss».






