
Ein israelischer Soldat hat einen israelischen Zivilisten an einer Bushaltestelle in Ranana in der Nähe von Tel Aviv getötet, nachdem das Opfer sich ihm auf «verdächtige» Weise genähert hatte und er ihn für einen Palästinenser hielt.
Der Soldat näherte sich der Person, die an einer Bushaltestelle wartete, und tötete sie auf der Stelle mit seiner Schusswaffe, weil er sich aufgrund ihres verdächtigen Verhaltens unsicher fühlte». Zwei weitere Personen wurden nach Angaben israelischer Medien verletzt.
Ein Polizeisprecher erklärte, dass «der Soldat das Feuer eröffnete, weil er glaubte, die Person sei Palästinenser», so die israelische Tageszeitung «The Times of Israel».
Das Opfer wurde ins Meir-Krankenhaus in Kfar Saba gebracht, wo es für tot erklärt wurde. Nach Angaben der Polizei gibt es keine Hinweise darauf, dass er ein Terrorist war, obwohl er möglicherweise eine «professionelle Diagnose» seiner psychischen Verfassung benötigte.
Die Regeln für den Gebrauch von Schusswaffen durch das Militär stehen im Mittelpunkt der politischen Debatte in Israel, nachdem der Führer der jüdischen Streitkräfte, Itamar Ben Gvir, für das Amt des Sicherheitsministers in der neuen israelischen Rechtskoalition kandidiert.
Ben Gvir hält die Regeln für den Einsatz von Waffen durch das Militär für zu streng und spricht sich dafür aus, den Einsatz von Waffen gegen mutmaßliche Angreifer, bei Unruhen und gegen Demonstranten, die Steine oder Molotowcocktails werfen, zuzulassen.






