
Lettland, Litauen und Estland machten am Dienstag Russland für einen Raketenangriff in Polen verantwortlich, bei dem in der nur wenige Kilometer von der Ukraine entfernten Grenzstadt Przewodow zwei Menschen ums Leben kamen, und erklärten, das NATO-Gebiet müsse gegen Angriffe von außen verteidigt werden.
In einer Botschaft in den sozialen Medien beschuldigte der lettische Verteidigungsminister Artis Pabriks das «kriminelle russische Regime», Raketen nicht nur auf Zivilisten, sondern auch auf «NATO-Gebiet in Polen» abzufeuern.
Pabriks hat Polen die volle Unterstützung Lettlands für diese Veranstaltung zugesichert, eine Position, die auch von den beiden anderen baltischen Ländern, Estland und Litauen, vertreten wird.
Der litauische Präsident Gitanas Nauseda betonte seinerseits, dass «jeder Zentimeter des NATO-Gebietes verteidigt werden muss» und bestätigte, dass er Gespräche mit den polnischen Behörden führt.
Das estnische Außenministerium bezeichnete die Nachricht aus Polen als «äußerst besorgniserregend» und bestätigte, dass es sowohl mit den polnischen Behörden als auch mit denen anderer verbündeter Staaten im Gespräch sei.
«Estland ist bereit, jeden Zentimeter des NATO-Gebietes zu verteidigen. Wir stehen in voller Solidarität mit unserem engen Verbündeten Polen», so das Außenministerium auf seinem offiziellen Twitter-Profil.
Polnische Medien berichteten am Dienstag, dass in Przewodow in der Provinz Lublin zwei Menschen getötet wurden, nachdem zwei verirrte Raketen sie möglicherweise getroffen hatten.
Der Vorfall ereignete sich an einem Tag, an dem Russland eine neue Welle von Angriffen auf die Westukraine startete. Kiew, Lemberg und mehrere andere Städte waren Schauplatz russischer Offensiven, die hauptsächlich auf die Energieinfrastruktur abzielten.






