
Der ukrainische Außenminister Dimitro Kuleba hat die Einberufung eines Gipfeltreffens des Atlantischen Bündnisses unter Beteiligung ukrainischer Vertreter als wichtigste Reaktion des Bündnisses auf den angeblichen russischen Raketenangriff auf polnisches Gebiet gefordert.
Kuleba versicherte, dass die Antwort auf «russische Aktionen» «hart und prinzipienfest» sein müsse, und forderte die Teilnahme der Ukraine an diesem hypothetischen NATO-Treffen, bei dem «weitere gemeinsame Aktionen» ausgearbeitet werden sollen.
Der ukrainische Außenminister glaubt, dass dieser Gipfel und die daraufhin ergriffenen Maßnahmen Russland zu einem «Kurswechsel in der Eskalation» zwingen würden, wie er auf seinem offiziellen Twitter-Profil erklärte.
Ebenso hat er um die Lieferung von Militärflugzeugen der Typen F-15 und F-16 sowie von Luftabwehrsystemen gebeten, damit die ukrainischen Streitkräfte «alle russischen Raketen abfangen» können.
«Heute bedeutet der Schutz des ukrainischen Luftraums den Schutz der NATO», sagte Kuleba.
Polnische Medien berichteten am Dienstag, dass in Przewodow in der Woiwodschaft Lublin zwei Menschen getötet wurden, nachdem zwei verirrte Raketen sie möglicherweise getroffen hatten.
Die russischen Nachbarn Lettland, Litauen und Estland haben Moskau für den Vorfall in der Grenzstadt verantwortlich gemacht und erklärt, dass das NATO-Gebiet gegen Angriffe von außen verteidigt werden müsse.
Der Vorfall ereignet sich an einem Tag, an dem Russland eine neue Welle von Angriffen auf die Westukraine gestartet hat. Kiew, Lemberg und mehrere andere Städte waren Schauplatz russischer Offensiven, die hauptsächlich auf die Energieinfrastruktur abzielten.






