
Der peruanische Kongress hat den Antrag des peruanischen Präsidenten Pedro Castillo, das Land zu verlassen, um nach Mexiko zu reisen, abgelehnt, ihm jedoch erlaubt, nach Chile zu reisen, um an der vierten binationalen Kabinettssitzung zwischen den beiden lateinamerikanischen Ländern teilzunehmen.
Mit 58 Gegenstimmen, 51 Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen hat das Plenum des peruanischen Parlaments Castillo die Möglichkeit verwehrt, nach Mexiko zu reisen, um sich mit dem mexikanischen Präsidenten Andrés Manuel López Obrador zu treffen, sowie an einem Treffen mit allen Präsidenten der Pazifik-Allianz (Mexiko, Chile und Kolumbien) teilzunehmen, wie der Radiosender RPP berichtet.
Teil der Tagesordnung in Mexiko war die Übergabe des Pro-Temporo-Vorsitzes des regionalen Integrationsbündnisses an Peru, das dieses Amt am 1. Januar 2023 für ein Jahr übernehmen wird.
Andererseits genehmigte der Kongress mit 77 Ja-Stimmen, 35 Nein-Stimmen und zwei Enthaltungen die Ausreise Castillos nach Chile.
Dies ist das dritte Mal, dass das peruanische Parlament den Antrag Castillos auf Ausreise abgelehnt hat.
Im August verbot ihm der Kongress, nach Kolumbien zu reisen, um an der Amtseinführung von Präsident Gustavo Petro teilzunehmen, und im Oktober lehnte er eine Reise des peruanischen Präsidenten nach Europa und in den Vatikan ab, wo er sich mit der Präsidentin der Europäischen Kommission, Ursula von der Leyen, bzw. mit Papst Franziskus treffen wollte.
Anfang November verzichtete Castillo auch auf eine Reise nach Thailand, um am Forum der Asiatisch-Pazifischen Wirtschaftskooperation (APEC) teilzunehmen, nachdem das Parlament «zu lange» gebraucht hatte, um den Antrag des peruanischen Staatschefs zu prüfen.
Nach Artikel 102 der peruanischen Verfassung ist der Kongress u.a. befugt, «dem Präsidenten der Republik die Erlaubnis zu erteilen, das Land zu verlassen», weshalb Castillo jedes Mal um Erlaubnis bitten muss, wenn er das Land verlassen will.
Die Regierung hat sich gegen die Entschließungen des Parlaments ausgesprochen, da sie der Ansicht ist, dass jedes Mal, wenn dem Präsidenten die Teilnahme an einem internationalen Treffen untersagt wird, dies nicht Präsident Castillo schadet, «sondern vielmehr der Außen- und humanitären Politik, die wir durch Zusammenarbeit stärken wollen».






