
Bundeskanzler Olaf Scholz hat noch nicht entschieden, ob er zur Fußballweltmeisterschaft nach Katar reisen wird, hat aber die Tür für einen Besuch in dem Golfstaat offen gelassen, falls die deutsche Mannschaft das Endspiel erreicht.
«Das wird zu gegebener Zeit sorgfältig geprüft», sagte Regierungssprecher Steffen Hebestreit, der betonte, dass der Kanzler die Spiele seiner Nationalmannschaft im Fernsehen verfolgen werde, «solange es sein Terminkalender zulässt».
Die Fußballweltmeisterschaft in Katar ist seit ihrer Vergabe vor mehr als zwölf Jahren umstritten, und mit dem Näherrücken der Veranstaltung – sie beginnt am Sonntag – wächst die Kritik an den Arbeitsbedingungen im Land, an der Achtung der LGBT-Gemeinschaft und an den fehlenden Menschenrechtsgarantien.
In sechs der acht Fälle, in denen die deutsche Fußballnationalmannschaft das Endspiel erreicht hat – zuletzt 2014 -, ist die damalige Bundeskanzlerin in das Gastgeberland gereist, um sich das WM-Finale live anzusehen.
Das mitteleuropäische Land wird jedoch von Innenministerin Nancy Faeser vertreten, die Anfang November bestätigte, dass sie dem ersten Spiel der Nationalmannschaft beiwohnen werde, nachdem sie vom Gastgeberland Zusicherungen bezüglich der Achtung der Menschenrechte erhalten hatte.






