
Die Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft forderte am Donnerstag die türkische Justiz auf, 17 der 49 Verdächtigen zu verfolgen, die im Zusammenhang mit dem Bombenanschlag in der türkischen Hauptstadt am Sonntag festgenommen worden waren, bei dem sechs Menschen getötet und 81 verletzt wurden.
Nachdem die Verdächtigen von 29 Staatsanwälten der Istanbuler Generalstaatsanwaltschaft befragt wurden, hat die Staatsanwaltschaft offiziell die Verhaftung von 17 von ihnen beantragt, berichtete TRT Haber.
Als Gründe für ihre Strafverfolgung hat die Staatsanwaltschaft Straftaten wie die Zerstörung der Einheit und Integrität des Staates, vorsätzliche Tötung, vorsätzlicher Mordversuch oder Mittäterschaft an einer vorsätzlichen Straftat aufgeführt.
Die Justizbehörde hat außerdem drei Verdächtige zur richterlichen Kontrolle an den zuständigen Richter verwiesen und eine Entscheidung über die Abschiebung der anderen 29 Verdächtigen getroffen.
Bisher haben Polizeibeamte 49 Verdächtige festgenommen, von denen 37 Ausländer sind, zumeist Syrer, berichtete der Fernsehsender.
Die Behörden haben außerdem fast 4.000 Dollar, 5.000 Euro und 10.000 Lira sowie Schmuck aus dem Haus beschlagnahmt, in dem der am Sonntagabend festgenommene Hauptverdächtige des Bombenanschlags wohnte.
Teams der Istanbuler Polizei nahmen die Frau, die im Verdacht steht, den Terroranschlag verübt zu haben, sowie 21 weitere Personen in den frühen Morgenstunden des Montags fest.
Istanbul wurde in der Vergangenheit von mehreren Explosionen heimgesucht, darunter ein Selbstmordanschlag in Istiklal im Jahr 2016, bei dem ein mutmaßliches Mitglied der Dschihadistengruppe Islamischer Staat fünf Menschen tötete.
Im selben Jahr bekannte sich die PKK, die in der Türkei als terroristische Organisation gilt, zu einem Bombenanschlag, bei dem 38 Menschen vor einem Fußballstadion im Stadtteil Besiktas im Zentrum Istanbuls getötet wurden.






