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Russland bittet UN-Kommission um Untersuchung angeblicher Tötungen seiner Soldaten in der Ukraine

Ingrid Schulze

2022-11-19
Bilder
Bilder vom Krieg in der Ukraine – Pavlo Palamarchuk/SOPA Images vi / DPA

Der russische Präsidialrat für Menschenrechte hat die Vereinten Nationen aufgefordert, eine internationale Kommission zur Untersuchung angeblicher Hinrichtungen russischer Soldaten in der Ostukraine einzurichten.

«Wir fordern die Einsetzung einer internationalen Kommission, die die Verbrechen der ukrainischen Streitkräfte und der auf ihrer Seite kämpfenden Kämpfer untersucht, eine gründliche Untersuchung aller bekannten Fakten durchführt und die Täter in Übereinstimmung mit internationalen Standards und nationalen Gesetzen bestraft», heißt es in einer von Interfax verbreiteten Erklärung.

Das russische Verteidigungsministerium beschuldigte am Freitag das ukrainische Militär, mindestens ein Dutzend Kriegsgefangene exekutiert zu haben, wobei es die Aufnahmen als «methodischen und vorsätzlichen Mord» bezeichnete. Russland hatte der Ukraine im März ähnliche Hinrichtungen vorgeworfen.

Die Erklärung des Ministeriums enthielt zwar noch keine Einzelheiten zu den Hinrichtungen, fiel aber mit einer Behauptung zusammen, die ebenfalls am Freitag von prorussischen Behörden in der Region Donezk über ein mögliches Massaker an russischen Soldaten in der östlich der Hauptstadt gelegenen Stadt Makiwka aufgestellt wurde.

Das Verteidigungsministerium gab lediglich die Zahl der Hingerichteten bekannt und stellte fest, dass «neue Videobeweise von Massenexekutionen durch ukrainische Soldaten an unbewaffneten russischen Kriegsgefangenen den grausamen Charakter des Kiewer Regimes bestätigen».

Die prorussischen Behörden in Donezk haben ihrerseits angekündigt, dass sie den Vereinten Nationen, dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) und Amnesty International das Filmmaterial dieser möglichen Hinrichtungen zur Überprüfung übergeben wollen.

«Es ist schwierig, das Video von der Hinrichtung der sich ergebenden Soldaten in der Siedlung Makiwka zu kommentieren, ohne das normative Vokabular zu überschreiten», prangerte die Ombudsfrau der russischen Verwaltung in Donezk, Daria Morozova, in einem von der russischen Agentur TASS veröffentlichten Kommentar an.

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