
Die Europäische Union hat am Donnerstag die Verschärfung der russischen Gesetzgebung gegen so genannte LGTBI-Propaganda» bedauert und erklärt, dass solche Gesetze Homophobie schüren».
Der Sprecher der Hohen Vertreterin der EU für Auswärtige Angelegenheiten, Pedro Stano, äußerte seine «tiefe Besorgnis» über die am Mittwoch von der russischen Staatsduma verabschiedeten Änderungen, die eine Ausweitung der Strafen für die Verbreitung von LGTBI-Inhalten sowie neue Einschränkungen im Rahmen des Gesetzes über ausländische Agenten vorsehen.
«Diese Entwicklungen in der Gesetzgebung schüren Homophobie und verschärfen die harte Unterdrückung jeglicher kritischer und alternativer Diskussionen im Kontext des illegalen, unprovozierten und ungerechtfertigten Angriffskrieges Russlands gegen die Ukraine», heißt es in einer Erklärung des Außenministeriums.
Darüber hinaus hat das von Josep Borrell geleitete Ressort die Invasion in der Ukraine, die am 24. Februar auf Befehl des russischen Präsidenten Wladimir Putin begann, erneut «aufs Schärfste» verurteilt.
«Die Europäische Union ist solidarisch mit den russischen Bürgern, die daran gehindert werden, ihre Menschenrechte wahrzunehmen», sagte der Sprecher der EU-Außenbeauftragten.
Russland hat die Reform des Gesetzes, das härtere Strafen für die Verbreitung von LGTBI-Inhalten vorsieht, mit der Notwendigkeit begründet, angeblich Geißeln wie Pädophilie zu bekämpfen, aber für Menschenrechtsorganisationen ist dies «ein weiterer Schritt in der Repression gegen die Gruppe».
Die russischen Behörden planen, jeden Inhalt im Internet, in den Medien, in Büchern, Filmen und in der Werbung zu verfolgen, der den konservativen Werten zuwiderläuft, so die offiziellen russischen Medien.
Geldstrafen für LGTBI-«Propaganda» können bis zu 400.000 Rubel (rund 6.400 Euro) für normale Bürger oder 800.000 Rubel für Beamte betragen. Bei juristischen Personen erhöht sich die Strafe auf 5 Millionen (mehr als 79.000 Euro), berichtete die Agentur Interfax.






