Macron spielt die Ermittlungen zu seinen Kampagnen herunter und sieht es als «normal» an, dass «das Justizsystem seine Arbeit macht».

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Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich – Julien Mattia/Le Pictorium Agenc / DPA

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron hat die Bedeutung der von der Finanzstaatsanwaltschaft eingeleiteten Ermittlungen zu den Wahlkämpfen 2017 und 2022 heruntergespielt: «Es ist normal, dass die Justiz ihre Arbeit tut, und zwar ungehindert».

In seiner ersten Reaktion auf die Ermittlungen vom Donnerstag verteidigte Macron die «Transparenz» in Dijon und wies darauf hin, dass der Jahresabschluss 2017 bereits geprüft und «verifiziert» worden sei, so BFMTV. Er argumentierte auch, dass er nicht im Mittelpunkt der Ermittlungen stehe.

Am Donnerstag kündigte die Staatsanwaltschaft an, im Oktober zwei Gerichtsverfahren wegen angeblicher Unregelmäßigkeiten und insbesondere wegen Günstlingswirtschaft einzuleiten. Die Ermittler haben die Rolle der US-Beratungsfirma McKinsey in Frage gestellt, die im Verdacht steht, Steuerdelikte begangen zu haben.

Diese Maßnahmen folgen wiederum einem Bericht eines von der Linken geförderten Senatsausschusses, der den wachsenden Einfluss von Beratungsfirmen in der öffentlichen Verwaltung seit Macrons Ankunft im Elysée im Jahr 2017 in Frage stellt.