
Das syrische Gesundheitsministerium bestätigte am Samstag nach Angaben der amtlichen syrischen Nachrichtenagentur SANA insgesamt 1.529 Cholerafälle und 49 Todesfälle seit Ausbruch der Krankheit im September.
Die Fälle verteilen sich hauptsächlich auf Aleppo (933), Deir Ezzor (228), Hasakah (88), Lattakia (89), Raqqa (54), Hama (33) und Damaskus (20). Die meisten Todesfälle wurden dem Bericht zufolge in Aleppo im Norden des Landes gemeldet, wo 40 Menschen starben.
Es wird jedoch befürchtet, dass die Zahl weitaus höher liegt, da sich die Krankheit schnell ausbreitet und die Behörden in mehreren Gebieten des Landes keine Kontrolle mehr haben.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) stellt in ihrem jüngsten Lagebericht vom 14. November fest, dass bisher 35.569 Verdachtsfälle von Cholera gemeldet wurden, wobei 1.491 Fälle bestätigt wurden und 92 Menschen starben.
Die Cholera war in Syrien vor vierzehn Jahren ausgerottet worden, doch der neue Ausbruch ist auf die Verschmutzung des Euphrat und die Verwendung dieses Wassers zur Bewässerung von Feldern und für den menschlichen Verzehr zurückzuführen.
Der erste Fall wurde in Jarabulus in der Provinz Aleppo gemeldet, wobei laut Médecins du Monde Türkei 33 Prozent der Verdachtsfälle in Binnenvertriebenenlagern auftraten.






