
Nach mehreren positiven Abstimmungen im Repräsentantenhaus und im Senat hat der kolumbianische Kongress die Schaffung eines Ministeriums für Gleichberechtigung gebilligt, das in dieser Legislaturperiode von der Vizepräsidentin des Landes, Francia Márquez, geleitet werden wird.
Das neue Ressort der Regierung von Präsident Gustavo Petro erhielt im Repräsentantenhaus 139 Ja-Stimmen und acht Nein-Stimmen, im Senat waren es 61 Ja-Stimmen und sechs Nein-Stimmen, wie der Radiosender RCN berichtet.
«Was wir aufbauen, ist ein Weg der materiellen, realen Gleichheit, ein Ministerium, das in der öffentlichen Verwaltung eindeutig fehlte», betonte Innenminister Alfonso Prada, der Márquez für seine wichtige Beteiligung an der Verwirklichung dieses Wahlversprechens dankte.
Casa Nariño hat sich für die Schaffung dieses neuen Ministeriums eingesetzt, um eine öffentliche Politik umzusetzen, die u.a. die Lohngleichheit zwischen Männern und Frauen, die Anerkennung der Hausarbeit als Beruf, ein Mindesteinkommen für Mütter, die den Haushalt führen, sowie Sozialleistungen und Eigentums- und Kreditrechte im Rahmen der Agrarreform zum Ziel hat.
Die Vertreterin von Alianza Verde, Katherine Miranda, begrüßte die Schaffung dieses Ressorts, da es darauf abziele, so «unbestreitbare» Probleme wie das Lohngefälle zwischen Männern und Frauen und Frauenmorde zu bekämpfen.
Für einige in der Opposition steht das Gleichstellungsministerium jedoch für «mehr Bürokratie». Dies ist die Ansicht von Uribismo, die der Regierung vorwirft, die Kosten dieses neuen Ressorts für die öffentlichen Haushalte nicht veröffentlicht zu haben.






