
Die griechische Finanzstaatsanwaltschaft hat die Einleitung von Ermittlungen gegen die ehemalige Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Eva Kaili wegen angeblicher Bestechung und Geldwäsche angeordnet – eine neue Front zusätzlich zu den Verdächtigungen, die bereits in Belgien gegen sie bestehen.
Die griechische Staatsanwaltschaft wird sich daher mit den belgischen Behörden in Verbindung setzen, um Informationen einzuholen und zu prüfen, ob nach dem griechischen Strafgesetzbuch strafbare Handlungen begangen wurden, berichtet der Fernsehsender ERT.
Nach Angaben der Zeitung «Kathimerini» würde die Strafverfolgung nur dann fortgesetzt, wenn Kaili in Belgien nicht wegen einer gleichwertigen Anklage verfolgt wird. Im belgischen Fall wird sie wegen Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung, Geldwäsche und Korruption angeklagt.
Kaili wurde letzte Woche wegen des Verdachts der Beteiligung an einem katarischen Bestechungsprogramm verhaftet und befindet sich in Untersuchungshaft – zumindest bis zu ihrem Gerichtstermin am 22. Dezember in Brüssel. Die Polizei hat in ihrer Wohnung und der des ehemaligen italienischen Europaabgeordneten Pier Antonio Panzeri 1,5 Millionen Euro in bar gefunden.






