
Der gewählte brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat die Ministerien, die neben seinem Büro im Planalto-Palast arbeiten, mit Vertretern der Arbeiterpartei (PT) besetzt und damit strategische Räume für sich selbst reserviert und folgt damit der Tradition der vorherigen Regierungen.
Einer von ihnen ist Rui Costa, der neue Minister der Casa Civil – eine Art Premierminister -, der die Regierung von Bahia mit hohen Zustimmungswerten verlassen hat und eher aufgrund seines Rufs als guter Manager als aufgrund seines politischen Profils für die Leitung eines wichtigen Ressorts ausgewählt wurde, das die Arbeit der übrigen Ministerien koordiniert.
Im Sekretariat für institutionelle Beziehungen wird der föderale Abgeordnete Alexandre Padilha tätig sein, der für alle politischen Verhandlungen der nächsten Regierung verantwortlich sein wird, insbesondere für die Verhandlungen mit dem Kongress in einem Umfeld wie dem derzeitigen, in dem die konservativen Kräfte dominieren. Er ist ein Mann des Vertrauens von Lula und hatte das Amt bereits zwischen 2009 und 2019 während der zweiten Amtszeit des PT-Chefs inne.
Der Vizepräsident und Schatzmeister der PT, Márcio Macêdo, wird neuer Generalsekretär der Präsidentschaft und damit an den strategischen Diskussionen der Regierung teilnehmen, während der Abgeordnete Paulo Pimenta der Favorit für die Leitung des Sekretariats für Kommunikation der Präsidentschaft ist, ein Ministerium, das aufgrund der Verwaltung der Werbegelder von strategischer Bedeutung ist.
Es bleibt abzuwarten, wer das Kabinett für institutionelle Sicherheit leiten wird, das letzte Amt mit dem Status eines Ministeriums, dessen Sitz sich im Gebäude des Planalto-Palastes befindet.
Mit dieser Entscheidung behält sich Lula die Macht vor, auf seine engsten Verbündeten zu zählen, obwohl er auch der Unzufriedenheit der anderen Parteien, die ihm bei den Wahlen ihre Unterstützung angeboten haben, freien Lauf lassen könnte, insbesondere derjenigen Formationen, die eher in der Mitte des politischen Spektrums angesiedelt sind.
Ein solches Manöver war jedoch eine Konstante in früheren PT-Regierungen, sowohl in seiner eigenen als auch in der der früheren Präsidentin Dilma Rousseff. Die einzige Ausnahme war José Múcio, der derzeitige Verteidigungsminister, der zwischen 2007 und 2009 in das Sekretariat für institutionelle Beziehungen gewählt wurde, als er noch Mitglied der konservativen brasilianischen Arbeiterpartei (PTB) war.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






