
Ehemalige Führungskräfte des brasilianischen Bauunternehmens Odebrecht, u. a. Marcelo Odebrecht und Jorge Barata, werden im bevorstehenden Prozess gegen den ehemaligen peruanischen Präsidenten Ollanta Humala wegen Geldwäsche aussagen, der ab Januar 2023 stattfinden soll.
Der Auftritt von Odebrecht folgt auf eine Reihe von Streitigkeiten mit der Task Force Lava Jato, nachdem die brasilianischen Justizbehörden die internationale Zusammenarbeit nach einer Klage des Unternehmens – jetzt Novonor – wegen angeblicher Nichteinhaltung von Vorschriften auf peruanischer Seite ausgesetzt hatten.
Dadurch wurde der Zugang zu den Verhören von Odebrecht, Barata und anderen Beamten des brasilianischen Riesen vor einem Monat verhindert. Vor einigen Wochen unterzeichneten die peruanischen Staatsanwälte Rafael Vela und José Domingo Pérez jedoch neue Verfahrensverpflichtungen mit den Anwälten des Unternehmens, um weitere Ermittlungen einzustellen, außer in Fällen, in denen eine effektive Zusammenarbeit vereinbart wurde.
Marcelo Odebrecht soll am 16. Januar und Jorge Barata einen Tag später aussagen, berichtet die Zeitung «La República».
Der Oberste Gerichtshof Perus lehnte kürzlich den Einspruch des ehemaligen Präsidenten Humala ab, mit dem er die Anklage wegen angeblicher Geldwäsche und krimineller Vereinigung aufheben wollte, die ihn zwischen Juni 2017 und April 2018 in Untersuchungshaft hielt. In den Fall sind auch seine Frau Nadine Heredia und mehrere Vertreter der Nationalistischen Partei Perus verwickelt.
Laut Anklage sollen die Unternehmen OAS und Odebrecht – die in zahlreichen Korruptionsfällen auf dem ganzen Kontinent präsent sind – Humalas Wahlkampf im Jahr 2011 unrechtmäßig finanziert haben, was ihm nach seinem Sieg über Keiko Fujimori Zugang zum Haus Pizarro verschaffte, während er 2006 angeblich Gelder vom verstorbenen ehemaligen venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez erhielt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






