
Die honduranische Präsidentin Xiomara Castro hat den Ausnahmezustand, der zur Erleichterung der Bekämpfung der organisierten Kriminalität verhängt wurde, per Dekret um weitere 45 Tage verlängert. Sie führt dazu, dass ein großer Teil der verfassungsmäßigen Garantien außer Kraft gesetzt wird.
Die Maßnahme wird somit bis zum 20. Februar verlängert, wie aus dem im Amtsblatt veröffentlichten Präsidialdekret hervorgeht. Die Gesamtzahl der Gemeinden, in denen die Nationalpolizei und andere Sicherheitsbehörden unter den in dem Dekret festgelegten Bedingungen Sondereinsätze durchführen können, wurde somit auf 75 erhöht.
Laut «La Gaceta» heißt es im Amtsblatt, dass die Aussetzung der verfassungsmäßigen Garantien «sehr gute Ergebnisse bei der Bekämpfung der ererbten Kriminalität gebracht hat, die sich in den höchsten Ebenen der öffentlichen Verwaltung eingenistet hat, so dass es angebracht ist, sie für einen neuen Zeitraum zu erlassen».
Der offiziellen Bilanz zufolge wurden während der Dauer des Ausnahmezustands mindestens 650 Bandenmitglieder verhaftet. Außerdem sind die Beschwerden über Erpressung um 60 Prozent zurückgegangen und es gab keine Beschwerden über polizeiliche Übergriffe.
Die Regelung erinnert an eine ähnliche Regelung in El Salvador, einem ebenfalls krisengeschüttelten Nachbarland, in dem Präsident Nayib Bukele einen Ausnahmezustand verhängte, der seit mehr als sieben Monaten andauert und von internationalen Organisationen wegen angeblicher Menschenrechtsverletzungen kritisiert und beanstandet wird.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






