
Die peruanische Staatsanwaltschaft hat beim Obersten Gerichtshof Perus eine neunmonatige Präventivhaft gegen den der Vergewaltigung beschuldigten Kongressabgeordneten Freddy Díaz beantragt, einen Tag nachdem der Andenkongress es abgelehnt hatte, ihn für zehn Jahre zu disqualifizieren.
«Die Zweite Oberste Strafverfolgungsbehörde beantragte eine neunmonatige Sicherungsverwahrung gegen den Kongressabgeordneten Freddy Díaz Monago, gegen den wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung ermittelt wird», teilte die Staatsanwaltschaft in einer Erklärung im sozialen Netzwerk Twitter mit.
In ihrem Antrag auf Inhaftierung hat die Staatsanwaltschaft vor dem Wahrheitsgehalt der Dokumente gewarnt, die den Abgeordneten mit dem Verbrechen in Verbindung bringen, darunter Videos, Zeugenaussagen sowie ein Polizeibericht und die anschließend von der Staatsanwaltschaft in Auftrag gegebenen Gutachten.
Aus diesem Grund hat die Behörde eine «hohe Fluchtgefahr» errechnet, weshalb sie es für ratsam hält, ihn bis zur Verhandlung in Untersuchungshaft zu nehmen. Die Anhörung, in der über den Antrag der Staatsanwaltschaft entschieden wird, findet am Donnerstag, den 12. Januar statt.
Zuvor hatte der peruanische Kongress die Petition des Unterausschusses für verfassungsrechtliche Anschuldigungen des Kongresses (SAC) abgelehnt, der vorgeschlagen hatte, Díaz für 10 Jahre zu disqualifizieren.
Mit 60 Stimmen für ihre Disqualifizierung, zwei Gegenstimmen und 21 Enthaltungen (verteilt auf alle politischen Kräfte von links bis rechts) erreichte die Kammer nicht die 66 Stimmen, die für die Annahme des SAC-Berichts erforderlich sind, wie «El Comercio» berichtet.
Freddy Díaz, ein ehemaliges Mitglied der Partei Alianza para el Progreso, wird beschuldigt, ein Verbrechen der sexuellen Gewalt begangen zu haben, indem er eine betrunkene Mitarbeiterin des Parlaments zum Sex gezwungen hat.
Nach Angaben der Zeitung «El Comercio» gab die Beschwerdeführerin an, dass sie mit dem Abgeordneten Alkohol getrunken habe, während sie sich über arbeitsbezogene Themen unterhielten. Danach soll der Parlamentarier die Bewusstlosigkeit der Frau ausgenutzt und die Vergewaltigung begangen haben.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






