
Das zweite schwimmende Flüssiggasterminal Deutschlands in Lubmin, Mecklenburg-Vorpommern, wurde am Samstag in Anwesenheit von Bundeskanzler Olaf Scholz in Betrieb genommen.
«Wir werden diesen Winter überstehen. Jeder ist sich dessen zu Hause bewusst. Die Gasversorgung ist nicht beeinträchtigt», betonte Scholz in einer optimistischen Rede.
«Auch in Deutschland hat es keine Wirtschaftskrise gegeben», fügte Scholz hinzu und verwies auf die millionenschweren Hilfsprogramme und den raschen Aufbau der Gasinfrastruktur zur Sicherung der Versorgung nach der Entfremdung von Russland. «Der Gaspreis auf den Weltmärkten sinkt auch hier in Europa, auch in Deutschland», sagte er.
Scholz besuchte das Terminal, das zweite nach der Inbetriebnahme des Wilhelmshavener Terminals im Dezember, wo ein fast 300 Meter langes Schiff, die «Höegh Esperanza», dauerhaft vor Anker liegt.
Diese schwimmenden Terminals sollen das deutsche Erdgasdefizit durch Importe aus dem Ausland nach der Krise mit Russland wegen des Einmarsches in der Ukraine ausgleichen.
Drei weitere Regasifizierungsanlagen in Brunsbüttel (Schleswig-Holstein) und Stade (Niedersachsen) sowie eine weitere Anlage in Wilhelmshaven sollen bis Ende des Jahres in Betrieb genommen werden.
Insgesamt werden sie rund 5 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr liefern, was noch weit von den fast 60 Milliarden Kubikmetern entfernt ist, die Russland im Jahr 2021 liefern wird. Scholz genehmigte den Bau der Anlagen am 27. Februar, drei Tage nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine, und das Land verfügt über Reserven von 90 Prozent seiner Gesamtkapazität, unter anderem dank des geringeren Verbrauchs.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






