
Die Internationale Föderation für Menschenrechte in Zentralafrika meldet das Wiederauftauchen von 22 Aktivisten der tschadischen Oppositionspartei «Transformers», von denen man annahm, dass sie nach gewaltsamen Protesten im Oktober letzten Jahres hingerichtet worden waren.
Sie sind alle im Untersuchungsgefängnis Kléssoum in der Hauptstadt N’Djamena inhaftiert. Das Schicksal von fünf weiteren Kollegen, die bei der gleichen Razzia verhaftet wurden und von denen man annimmt, dass sie ebenfalls hingerichtet wurden, ist nach Angaben des Sprechers Dobian Assingar unbekannt.
Wir haben soeben erfahren, dass von den 27 «Transformatoren», die am 21. Oktober letzten Jahres im Hauptquartier der Gruppe verhaftet und für hingerichtet erklärt wurden, 22 in diesen Tagen glücklicherweise wieder aufgetaucht sind, nachdem sie in Militärlagern und verschiedenen Polizeizentren festgehalten wurden», so der Sprecher gegenüber Radio France Internationale (RFI).
Der Sprecher prangerte an, dass mehrere der Oppositionellen «während einer willkürlichen Verhaftung in einem Land, das behauptet, nach dem Gesetz zu regieren, brutal gefoltert wurden», so der Sprecher weiter.
Die politische Gewalt, die am 20. Oktober ausbrach, forderte mindestens 50 Tote und mehr als 300 Verletzte, nachdem die tschadische Junta beschlossen hatte, das Mandat ihres Führers Mahamat Idriss Déby, der ursprünglich zurücktreten und die Macht an eine zivile Regierung übergeben wollte, um weitere zwei Jahre zu verlängern.
Déby wurde 2021 von der Armee zum Präsidenten ernannt, nachdem sein Vater Idriss Déby Itno, der das Land seit 1990 geführt hatte, gestorben war.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






