
Die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock hat am Montag dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vorgeworfen, mit seinem Einmarsch in der Ukraine einen «Krieg gegen das Recht» zu führen und damit das Völkerrecht «mit Füßen zu treten».
«Putin tritt die elementarsten Grundsätze des Völkerrechts, die alle Völker binden, mit Füßen», kritisierte Baerbock, bevor er zu Gesprächen mit Vertretern des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) nach Den Haag reiste.
Der «Krieg gegen Russland ist auch ein Krieg gegen das Recht», sagte er und betonte, dass er bei seinem Besuch in Den Haag deutlich machen wolle, dass «das Völkerrecht stark ist und es an uns liegt, es jetzt anzuwenden und zu stärken».
Baerbock wird in Den Haag mit ICC-Präsident Piotr Hofmanski und Generalstaatsanwalt Karim Khan zusammentreffen. Darüber hinaus waren Gespräche mit dem niederländischen Premierminister Mark Rutte und seinem Außenminister Wopke Hoekstra geplant.
«Streubomben auf friedliche Zivilisten, gefolterte Gefangene in dunklen Kellern, die Entführung ukrainischer Kinder: Es gibt keine Rechtfertigung für Russlands Wut in der Ukraine», betonte er.
Der Minister betonte, dass Den Haag «das internationale Recht und die Justiz besser als jede andere Stadt repräsentiert» und wies darauf hin, dass «internationale Gerichtshöfe für das Vertrauen in die friedliche Lösung von Konflikten stehen».
UKRAINE SCHLAGT AUSLIEFERUNG VON TORNADO-KAMPFFLUGZEUGEN VOR Der stellvertretende ukrainische Außenminister Andrej Melnik hat am Montag den deutschen Behörden vorgeschlagen, die Tornado-Kampfflugzeuge, die ausgemustert und durch modernere F-35-Kampfflugzeuge ersetzt werden sollen, an Kiew zu übergeben.
«Ich habe einen kreativen Vorschlag für unsere deutschen Freunde», verkündete Melnik auf seinem offiziellen Twitter-Profil, wo er anmerkte, dass die Tornados zwar «alte» Flugzeugmodelle seien, aber immer noch «sehr leistungsstark».
«Warum geben wir diese ‘Tornados’ nicht der Ukraine?», fragte der stellvertretende ukrainische Außenminister, der zuvor von 2015 bis 2022 ukrainischer Botschafter in Deutschland war.
Laut Melnik plant die Bundeswehr, insgesamt 93 Tornado-Kampfjets, die in den 1970er Jahren gemeinsam von London, Berlin und Rom entwickelt wurden, auszumustern und zu ersetzen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






