
Der pakistanische Finanzminister Ishaq Dar kündigte am Sonntag eine landesweite Erhöhung der Benzin- und Dieselpreise an, nachdem die Landeswährung Rupie in der vergangenen Woche nach der Aufhebung der Wechselkursbegrenzung 12 Prozent ihres Wertes gegenüber dem Dollar verloren hatte.
Der Minister kündigte die Erhöhung nur zehn Minuten vor ihrem Inkrafttreten im Fernsehen an, womit die Preise für Benzin und Diesel auf rund einen Dollar pro Liter steigen.
Dar betonte, dass die Erhöhung dazu diene, den Anstieg der internationalen Rohölpreise abzufedern und im Prinzip die Gerüchte über eine mögliche Treibstoffknappheit im Land aus der Welt zu schaffen, berichtet die Tageszeitung «Dawn».
Der Auftritt des Ministers kommt auch nur wenige Tage vor der Ankunft einer Delegation des Internationalen Währungsfonds (IWF), die über die Wiederaufnahme des Prozesses zur Auszahlung einer neuen Tranche des von der internationalen Institution an Pakistan gewährten Kredits beraten soll, der derzeit völlig zum Erliegen gekommen ist.
Diese Tranche in Höhe von schätzungsweise 1,1 Mrd. USD hätte im November letzten Jahres als Teil des für 2019 vereinbarten Pakets von 6 Mrd. USD ausgezahlt werden sollen.
Das IWF-Darlehen gilt als lebenswichtig für die Wirtschaft eines Landes, das in einer Währungskrise steckt, von politischer Instabilität heimgesucht wird und noch immer unter den verheerenden Überschwemmungen des letzten Jahres leidet, bei denen mehr als 1,7 Milliarden Menschen starben und Sachschäden in Höhe von 15 Milliarden Euro entstanden.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






