
Die Finanzminister der Eurozone, die Eurogruppe, werden bei ihrem Treffen am Montag versuchen, den Weg für einen gemeinsamen Standpunkt zur Reform der Steuervorschriften zu ebnen, eine Entscheidung, die auf der Ebene der EU-27 getroffen werden muss und über die sie hoffen, nach ihrem Treffen im März einen Konsens zu erzielen.
Die Erste Vizepräsidentin der Regierung und Ministerin für Wirtschaft und digitale Transformation, Nadia Calviño, wird die Position Spaniens in dieser Angelegenheit verteidigen, die darauf besteht, die Prozesse nicht zu verzögern, damit die Reform der Steuervorschriften rechtzeitig zum Frühjahrspaket vorliegt.
Darüber hinaus wird die Ministerin vor dem Treffen ein bilaterales Treffen mit dem Kommissar für Finanzplanung und Haushalt, Johannes Hahn, abhalten, mit dem sie Fragen zur europäischen Wirtschaftsagenda erörtern wird.
Die Eurogruppe hat den Direktor der Agentur für die Zusammenarbeit der EU-Energieregulierungsbehörden (ACER), Christian Zinglersen, eingeladen, die Minister über die jüngsten Entwicklungen auf dem Energiemarkt zu informieren; seine Beiträge werden bei der Bewertung der künftigen finanzpolitischen Herausforderungen berücksichtigt.
Laut einer Mitteilung der Europäischen Kommission werden die Minister auch einen Meinungsaustausch über die Entwicklung der Arbeitsmärkte im Euroraum in den letzten Jahren führen und die politischen Herausforderungen im aktuellen Kontext der hohen Inflation und der längerfristigen Veränderungen im Zusammenhang mit der Demografie und dem ökologischen und digitalen Wandel diskutieren.
Vor dem Hintergrund der beiden vorangegangenen Diskussionen wird die Eurogruppe einen Meinungsaustausch über die makroökonomischen und finanziellen Entwicklungen und Aussichten führen und dabei die Winterprognose der Kommission berücksichtigen. Im Hinblick auf die eingehende Diskussion über die finanzpolitischen Leitlinien im März werden die Minister über die Auswirkungen auf die künftige politische Koordinierung im Euroraum nachdenken.
Die Debatte über die Reform der Steuervorschriften wird auf der Ebene der EU-27 am Dienstag beim Treffen der EU-Wirtschafts- und Finanzminister fortgesetzt, dessen Ziel es sein wird, eine gemeinsame «embryonale» Position zu erreichen, die es der Kommission ermöglicht, einen konkreten Legislativvorschlag auf den Tisch zu legen und im Frühjahr Verhandlungen über einen neuen Rahmen aufzunehmen, so mehrere diplomatische Quellen.
Bisher konzentrierte sich die Annäherung der Positionen zwischen den Mitgliedstaaten auf die Forderung nach einer Aktualisierung der Steuervorschriften, die den Besonderheiten der einzelnen EU-Volkswirtschaften Rechnung trägt. Was die Hauptstädte nun fordern, ist ein detaillierterer Ansatz seitens der Kommission, da einige Länder, wie z.B. Deutschland, ihn immer noch für «vage» halten.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






