
Fast 116 Stunden nach dem Erdbeben, das am Montag den Süden des Landes nahe der syrischen Grenze erschütterte und mehr als 23 000 Menschen in den Tod riss, haben Rettungskräfte in verschiedenen Städten der Türkei vier unter Trümmern begrabene Menschen gerettet.
Mit Hilfe von Wärmekameras und Abhörgeräten fand ein Such- und Rettungsteam aus Freiwilligen eine Frau lebend unter den Trümmern eines Gebäudes in der Stadt Antiochia, berichtete die staatliche türkische Nachrichtenagentur Anatolia.
Nach stundenlanger Arbeit gelang es den türkischen Rettungsdiensten mit Hilfe von Freiwilligen und NRO-Mitarbeitern, einen Korridor zu öffnen und die Frau herauszuholen, die später in ein nahe gelegenes medizinisches Zentrum gebracht wurde.
In der Stadt Kahramanmaras, dem Zentrum der Erdbeben, gelang es einem israelischen Such- und Rettungsteam, ein Kind, das 116 Stunden lang unter den Trümmern gelegen hatte, lebend herauszuholen.
Nach der Rettung wurde der achtjährige Ridvan Cakiroglu mit dem Krankenwagen ins Krankenhaus gebracht.
Nur zwei Stunden zuvor waren zwei Menschen, von denen einer nach Angaben der Agentur behindert war, aus den Trümmern eines Wohnblocks in der Stadt Gaziantep gerettet worden. Sie wurden später ins Krankenhaus gebracht.
Das erfolgreiche Rettungsteam bestand aus türkischen Sicherheitskräften, der Gendarmerie und einer Gruppe von Bergleuten, die sich nach dreistündiger Arbeit einen Weg zu den Überlebenden bahnen konnten.
Am fünften Tag nach den Erdbeben suchen die Rettungskräfte weiter nach Überlebenden, eine Aufgabe, die mit jeder Stunde schwieriger wird, da ein Mensch bei einer solchen Katastrophe in der Regel 72 Stunden ohne Nahrung und Wasser auskommen kann.
Die Katastrophenschutzbehörde des türkischen Innenministeriums (AFAD) hat mitgeteilt, dass fast 160.000 Such- und Rettungskräfte, darunter auch internationale Teams und NRO, in den betroffenen Gebieten im Einsatz sind. Große Mengen an Rettungsausrüstung, Lebensmitteln, lebensnotwendigen Gütern und psychosozialen Hilfsgruppen wurden in die Region geschickt.
Das Beben hat mehr als 20.000 Menschen in der Türkei und fast 3.500 Menschen in den Provinzen Idlib und Aleppo (Nordwesten) das Leben gekostet, wenn man die Zahlen der Gesundheitsbehörden der Regierung von Bashar al-Assad und der Rebellen zugrunde legt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






