
Nach den neuesten Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD beläuft sich die Zahl der bei dem Erdbeben am Montag ums Leben gekommenen Menschen auf 29.605, womit sich die Gesamtzahl auf fast 35.000 erhöht, wenn man die mehr als 5.200 Toten in Syrien hinzurechnet.
In Syrien starben laut der jüngsten von der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte veröffentlichten Zahl der Todesopfer 5.273 Menschen, womit sich die Gesamtzahl der Toten auf 34.878 erhöhte.
Unterdessen gehen die Rettungsarbeiten weiter. Der türkische Vizepräsident Fuat Oktay erklärte, dass es 32.071 «unbesungene Helden» gibt, die weiterhin an der Rettung arbeiten. «Sie haben ausgebildete Hunde, die bei der Suche sehr wichtig sind. Auch die Technologie ist wichtig. Es gibt jedoch immer noch traurige Nachrichten zu vermelden. Es ist eine Katastrophe, die Katastrophe des Jahrhunderts», sagte er laut der türkischen Tageszeitung «Hürriyet».
Am Sonntag kündigte Bildungsminister Mahmut Özer an, dass der Unterricht in den zehn am stärksten vom Erdbeben betroffenen Provinzen bis mindestens zum 1. März ausgesetzt wird. Die Maßnahme betrifft die Provinzen Kahramanmaras, Hatay, Adiyaman, Diyarbakir, Adana, Osmaniye, Gaziantep, Sanliurfa, Malatya und Kilis.
Auf gerichtlicher Ebene wurde am Sonntag die Aussetzung von Prozessen für einen Zeitraum von zwei Monaten in denselben zehn Provinzen angekündigt. «Die Staatsanwaltschaft arbeitet intensiv an der Einleitung und Durchführung gerichtlicher Ermittlungen und der Verhaftung der verantwortlichen Verdächtigen», sagte Justizminister Bekir Bozdag.
Mehr als hundert Personen wurden bereits verhaftet, weil sie an der Errichtung von fehlerhaften Gebäuden beteiligt waren, die die Folgen des Erdbebens noch verschlimmert hätten. Die Bauunternehmer Yavuz Karakus und Sevilay Karakus, die für viele der zerstörten Gebäude in Adiyaman verantwortlich sind, wurden am Sonntag auf dem Istanbuler Flughafen verhaftet. Sie sollten nach Georgien fliegen.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






