
Die Christlich-Demokratische Union (CDU) hat am Montag mit einer komplexen Perspektive Kontakte mit anderen Formationen aufgenommen, um zu versuchen, eine Vereinbarung zu schließen, die der Sozialdemokratischen Partei (SPD), dem großen Verlierer der Wahlen vom Sonntag, die Kontrolle über Berlin abnehmen würde, nachdem sie hinter die Konservativen und die Grünen zurückgefallen war.
Der CDU-Kandidat Kai Wegner sagte, die Wähler hätten ihm mit 28,2 Prozent der Stimmen und 52 Sitzen, dem besten Ergebnis seit zwei Jahrzehnten, «eindeutig» die Macht gegeben, die Initiative zu ergreifen. «Die Berliner haben für den Wandel gestimmt», sagte er der Deutschen Presse-Agentur.
Er wird sich mit den Koalitionspartnern SPD, Grüne und Die Linke auseinandersetzen. Die Sozialdemokraten und die Grünen gewannen jeweils 34 Sitze, während Die Linke 22 Abgeordnete im Berliner Abgeordnetenhaus haben wird.
Die Berliner Regierungschefin, die Sozialdemokratin Franziska Giffey, hat nach Kontakten, in denen sie auch für Wegner sprechen wird, nicht ausgeschlossen, selbst wieder an der Spitze der Koalition zu stehen.
Die Kandidatin der Grünen, Bettina Jarasch, schloss ein Bündnis mit der CDU nicht aus, warnte aber davor, dass dafür überprüfbare Zusagen in den Bereichen Umwelt oder Wohnungsbau erforderlich wären. Prinzipiell tendiert sie eher zu einer Fortsetzung der derzeitigen Koalition, die in den Augen der Linken die einzig realisierbare Option darstellt.
Nachrichtenquelle: (EUROPA PRESS)






